| Enricos Unfallstory |
Story und Unfallhergang - Rekonstruktion

Der 9. Juni 2004 um 7.21 Uhr. Nachdem der Schüler Enrico diese rote Ampel, aufgrund des Zurufens eines Freundes auf der anderen Strassenseite, übersah bzw. nicht wahrnahm da er am Weg entlang fuhr und nur die Fußgängerampel, welche grün geschalten war, sah und direkt in den Übergang einbog, wurde er...
...an dieser Stelle frontal von einer in Richtung Gerlingen fahrenden Stadtbahn erfasst...

...und gegen diese Wechsellichtanlage geschleudert, wobei er schwerste Frakturen erlitt und die Gläser der Leuchten zerbrachen. Er erlitt hierbei, trotz tragens eines Schutzhelems schwerste Verletzungen am Kopf. Der 41-jährige Bahnfahrer erlitt einen schweren Schock. Aber auch die Fahrgäste und einige Passanten sowie SchülerInnen mussten von Seelsorgern und Pfarrern der Gemeinde betreut werden.
Foto: Feuerwehr Weilimdorf
Das Fahrrad von Enrico wurde im Gegensatz zu ihm selber unter die Räder der Stadtbahn gezogen und völlig zertrümmert.
Foto: Feuerwehr Weilimdorf
Bereits kurze Zeit nachdem die Kollision stattfand, erreichten die Feuerwehr und ein Rettungswagen des DRK die Unfallstelle. Die Sanitäter des DRK brachten den Jungen unverzüglich schwerst verletzt ins Krankenhaus, wo er noch am selben Nachmittag seinen Verletzungen erlag.

Selbst einige Wochen später sind noch Blutflecken, am Ort an dem Enrico nach einem meterweiten Schleuderflug zu Fall kam, zu sehen.
Welches Ziel verfolgen wir?
Es soll erreicht werden, dass sowohl dieser, als auch andere Bahnübergänge in Stuttgart deutlich sicherer gestaltet werden. Es soll zusätzlich zum Lichtsignal auch akustische Zeichen geben, so dass auch Blinde, kleinere Kinder, SchülerInnen, Ältere, Behinderte sowie alle unachtsamen Leute auf eine herrannahende Bahn noch aufmerksamer werden. Ausserdem sollen jeweils eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Bahn und Strassenverkehr an solchen Brennpunkten erzielt werden. Keine Frage, auch die Sensibilisierung für den Straßen- und Schienenverkehr ist ein wichtiges Ziel, damit die Gefahren erst gar nicht unterschätzt werden.
Doch leider war dies nicht der Erste und auch nicht der letzte tödliche Unfall. Es kamen insgesamt schon 3 Menschen bei solchen Unfällen mit der Bahn an drei Stellen zwischen Bergheim und Wolfbusch ums Leben. Auch weitere Tote und verletzte Personen waren in den letzten Jahren zu beklagen Ganz zu schweigen von Unfällen mit Autos. Eine Porschefahrerin fuhr bei erlaubter Höchtsgeschwindigkeit "50 km/h" mehr als das doppelte und kollidierte so unweigerlich mit einem Lieferwagen, welcher sich zwei Mal überschlug und zum Schluss auf den Gleisen der Strassenbahn auf dem Dach des Wagens liegen blieb. Der Fahrer des Lieferwagens konnte sich verletzt noch rechtzeigig aus dem Fahrzeug retten.
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